Gestern habe ich ein gewagtes Experiment unternommen: Ich habe Pilze gegessen, die ich am Morgen zuvor im Wald selbst gesammelt hatte. Ich war schon seit etwa 30 Jahren nicht mehr im Wald, um Pilze zu suchen. Damals war als Garant für die Essbarkeit der gefundenen Pilze mein Vater dabei. Gestern war ich allein (mit meinem Mann, der allerdings dem Projekt gegenüber höchste Skepsis an den Tag legte), bewaffnet mit Spankörbchen, Kneipchen (kleines Messer) und Pilzbestimmungsbuch für alle Fälle.
Es gab Hallimasch in rauen Mengen, der Korb war ratzfatz gefüllt. Auch einen Steinpilz von guter Größe habe ich gefunden. Vor Abschneiden der Pilze noch einmal alle Merkmale mit der Beschreibung im Pilzbuch abgeglichen und dann ab nach Hause in die Küche.
Hallimasch sind auf den ersten Blick einfach zu putzen. Allerdings sollte man nicht unterschätzen, dass sich zwischen den Lamellen feinste Sandkörnchen verstecken können, die beim Verzehr unangenehme Geräusche und Empfindungen hervorrufen können (ähnlich wie wenn man unzureichend gewaschenen Lauch isst).
Bevor man das eigentliche Pilzgericht zubereitet, sollte man Hallimasche abkochen. Das Kochwasser (ich hab's leicht gesalzen) wird dann abgeseiht und darf nicht zur Zubereitung von z.B. einer Pilzsuppe verwendet werden. Nach dem Abseihen kann man die Pilze in einer Pfanne zusammen mit einer in kleine Würfel geschnittenen Zwiebel braten. Da die Pilze noch viel Wasser enthalten, werden sie nicht schnell braun brutzeln, sondern eher gemächlich vor sich hindünsten und dabei die Zwiebel glasieren. Gewürzt habe ich meine Pilzpfanne mit einer Wildgewürzmischung, in der u.a. Piment und Wacholder enthalten sind. Zum Schluss kann man das so entstandene Pilzragout noch mit einem Schuss Sahne veredeln (muss man aber nicht, habe ich gestern auch nicht gemacht) und mit frisch gehackter Petersilie verfeinern.
Guten Appetit!
Montag, 15. Oktober 2012
Dienstag, 4. September 2012
Chinesischer Nudelsalat
Kinderleicht, schnell zu bereitet, kostengünstig und superlecker!
Mein Sohnemann hat den Sommer bei seiner Lieblingstante Läisy (also meiner Schwester, deren Klarnamen ich hier NICHT veröffentlichen werde!) verbracht und mir von dort ein Rezept für einen chinesischen Nudelsalat gemacht, von dem ich dermaßen überzeugt bin, dass ich ihn der WWWelt nicht vorenthalten möchte.
Man nimmt
Von
Schließlich schneidet man noch
Das war's auch schon.
Es müssen übrigens nicht zwangsläufig YumYum-Nudeln sein, man kann jedes im Handel erhältliche Äquivalent dazu nehmen. Verfeinern/variieren kann man diese kulinarische Köstlichkeit mit Sambal Oelek, Sojasauce oder auch kleingehackten Chilischoten.
Dazu passen z.B. Hähnchenfilets, die man vor dem Grillen/Braten auf Holzspießchen zieht. Aber ehrlich gesagt brauche ich zu diesem Salat nur noch ein neutrales Getränk (also am besten Wasser), um den Geschmack nicht zu verfremden.
Mein Sohnemann hat den Sommer bei seiner Lieblingstante Läisy (also meiner Schwester, deren Klarnamen ich hier NICHT veröffentlichen werde!) verbracht und mir von dort ein Rezept für einen chinesischen Nudelsalat gemacht, von dem ich dermaßen überzeugt bin, dass ich ihn der WWWelt nicht vorenthalten möchte.
Man nimmt
- 4 EL Mandelstifte (können auch Blättchen sein)
- 4 EL Sonnenblumenkerne
Von
- 3 Päckchen YumYum (Geschmacksrichtung Huhn)
- 200 ml Öl
- 1 TL Pfeffer
- 1/2 TL Salz
Schließlich schneidet man noch
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 Chinakohl
Das war's auch schon.
Es müssen übrigens nicht zwangsläufig YumYum-Nudeln sein, man kann jedes im Handel erhältliche Äquivalent dazu nehmen. Verfeinern/variieren kann man diese kulinarische Köstlichkeit mit Sambal Oelek, Sojasauce oder auch kleingehackten Chilischoten.
Dazu passen z.B. Hähnchenfilets, die man vor dem Grillen/Braten auf Holzspießchen zieht. Aber ehrlich gesagt brauche ich zu diesem Salat nur noch ein neutrales Getränk (also am besten Wasser), um den Geschmack nicht zu verfremden.
Dienstag, 24. Januar 2012
Starkbierbrätel - nicht nur was für starke Kerle
| © Ich-und-Du/pixelio.de |
Das neue Jahr beginnt und mit ihm die Grillsaison. Es soll immer noch Leute geben, die nur im Sommer in den Genuss über offenem Feuer gerösteten Fleisches kommen. Denen kann geholfen werden - zum Beispiel mit diesem Rezept, welches furchtbar einfach ist. Hauptsache, man bereitet alles am Tag vor der großen Sause vor und lässt alles schön über Nacht marinieren...
Man nehme also:
- Schweinenackensteaks, schön durchwachsen
- Salz, Pfeffer
- Senf
- Zwiebeln, ggf. Knoblauch
- Bier
| © Hartmut910/pixelio.de |
Die Zwiebeln werden gehäutet und in nicht hauchdünne Ringe geschnitten. Die Steaks bearbeitet man mal so richtig zornig mit dem Fleischklopfer - als musikalische Untermalung eignet sich dazu sehr gut AC/DC. Danach werden sie nach Geschmack mit Salz und Pfeffer gewürzt. Wer’s mag, kann gerne Cayennepfeffer nehmen oder auch Paprikapulver. Das sollte man alles nicht zu eng sehen. Anschließend werden die Steaks mit Senf bestrichen und schichtweise mit Zwiebeln abwechselnd in eine möglichst verschließbare Schüssel oder Auflaufform gelegt (wem’s gefällt, der darf noch die eine oder andere Zehe Knoblauch hineinwerfen). Der Rand der Form muss unbedingt höher sein als der Fleischturm, damit auch wirklich alles schön vom anschließend darüber zu gießenden Bier bedeckt werden kann. Sehr intensiv wird der Geschmack, wenn man Starkbier (Bock oder Doppelbock) verwendet. Dann kommt alles über Nacht verschlossen in den Kühlschrank und am nächsten Tag auf den Grill.
| ©Paul-Georg Meister/pixelio.de |
Noch eine Bemerkung zum Wort "Brätel": So nennt man in Thüringen Steaks vom Grill. Eigentlich heißen sie "Rostbrätel", weil man in Thüringen nicht auf dem Grill, sondern auf dem Rost grillt; aber die Bezeichnungen Bierrostbrätel oder Rostbierbrätel klingen einfach nicht gut.
Samstag, 5. November 2011
Fruchtige Kürbissuppe
Hurra, der Herbst ist da! Und mit ihm kommen nicht nur die bunten Farben in die Laub- und Mischwälder, sondern auch wieder jede Menge leckerer Früchte, die es zu ernten gibt. Eine der besten Früchte, die jetzt wieder überall unter den Blättern hervorlugen, ist der Kürbis. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Formen, Farben und auch Geschmacksrichtungen. Kürbisse sind nicht nur zum Aushöhlen und Kerzen hineinstellen an Halloween ganz praktisch – sie sind in zahlreichen, absolut unterschiedlichen Möglichkeiten in der Küche einsetzbar, so dass es mir schwer fällt, mich für ein Rezept, welches ich heute hier posten möchte, zu entscheiden.
Aus aktuellem Anlass – nämlich unserem heutigen Mittagessen – gebe ich nun also ein Rezept für eine fruchtige Kürbissuppe preis, welches ich heute Morgen ausprobiert habe.
Man benötigt dafür
- einen mittelgroßen Hokkaidokürbis
- drei bis vier Karotten (je nach Größe)
- eine große Zwiebel
- 1 bis 1,5 L Gemüsebrühe
- ein walnussgroßes Stück Ingwer
- eine Clementine
Alles kommt in einen großen Topf und wird mit einem bis eineinhalb Litern Gemüsebrühe aufgegossen und der Herd darf mit dem Heizen beginnen. Währenddessen schält man den Ingwer, schneidet ihn in schmale Scheiben und gibt ihn ebenfalls in den Topf.
Die Clementine wird geschält und filetiert. Das ist zwar etwas mühsam, weil man die einzelnen Filets vorsichtig aus den Häutchen schälen muss. Allerdings ist eine frische Clementine auf jeden Fall jedwedem Dosenfutter vorzuziehen, da es auf die fruchtige Eigennote der Clementine ankommt und nicht auf die klebrige Süße der in Dosen eingelegten Stücke (meist Mandarinen). Die Clementinenfilets werden dem Topfinhalt hinzugefügt und dann muss man nur noch ein wenig warten.
Wenn man mit dem Kochlöffel die Kürbis- und Karottenstücke am Topfrand leicht zerdrücken kann, wird die Suppe püriert und dann heißt es „Guten Appetit!“ Je nach persönlichem Geschmack kann man die Suppe noch mit frisch gemahlenem Pfeffer und/oder Kürbisöl abrunden.
Freitag, 26. August 2011
Brunhildes Puddingkuchen
Dieser Klassiker stammt aus dem Rezepterepertoire meiner Mutter und ist nicht nur bei Kindergeburtstagen DIE Leckerei schlechthin!
Einige der ersten Kinder, die diesen Kuchen als erste genießen durften, sind mittlerweile jenseits der 50 und haben jedes Jahr denselben Geburtstagswunsch an Tante Brunhilde: Den Puddingkuchen.
Gerne teile ich mit Euch das Geheimnis des perfekten (Kinder-)Geburtstags und veröffentliche hier und jetzt das Rezept zum Glücklichsein. Man braucht nur wenige Zutaten, etwas Zeit und das war's dann auch schon. Los geht's also auf den Gipfel der Genüsse.
Man nehme:
- 1 Würfel Hefe
- 400 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 1 EL Zucker
- 1 Tasse lauwarmes Wasser
- 1 Liter Milch
- 2 Pck. Puddingpulver (Sahne oder Vanille)
- 80 g Zucker
- 250 g Margarine
- 80 g Zucker
- Mehl nach Bedarf
- 1/2 Pck. Palmin
- 250 g Puderzucker
- 3 EL Kakaopulver
- 1 EL heißes Wasser
Montag, 4. Juli 2011
Sugo to go
| Gemüseauswahl © zuckermaus58 / pixelio |
Für einen ordentlichen Sugo braucht man nicht viel: frisches Gemüse, frische Kräuter, ein anständiges Öl, Salz, Pfeffer, Zucker und Zeit.
Gut Ding will schließlich Weile haben.
Man nehme also:
- 3 EL Olivenöl (je nach Geschmack kann es durchaus ein kräftiges "robusto" sein)
- 4 mittelgroße Zwiebeln
- 5 Zehen Knoblauch
- 20 Strauchtomaten (die jeweils mindestens die Größe einer Kinderfaust haben)
- 1 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- eine Prise Zucker
- 2 große Karotten
- 10 Blätter Salbei
- 4 Zweige Rosmarin
- 4 Zweige Thymian
- 1 Topf (Bio-)Basilikum
Die Zwiebeln werden fein gewürfelt und mit dem gepressten Knoblauch im Olivenöl angeschwitzt. Währenddessen entfernt man den grünen Strunk aus den Tomaten, würfelt die und gibt sie nach und nach in den Topf (der mindestens 5 Liter fassen sollte). Dabei kann man ruhig die Temperatur schon reduzieren, damit der Sugo ganz entspannt vor sich hinköcheln kann und auch die Küche nicht so eingesaut wird. Bis man alle Tomaten im Topf hat, sind die ersten Würfel schon ordentlich durch und haben Flüssigkeit abgegeben, so dass nichts anbrennen kann. Salz, Pfeffer und Zucker dazu und ab und zu gut umrühren.
Die Karotten werden geschält und fein gewürfelt und in den sanft vor sich hinköchelnden Sud gegeben. Sie sind verantwortlich für die Sämigkeit der Sauce und geben geschmacklich eine leicht süße Note (der Zucker ist lediglich dazu da, die Fruchtsäure der Tomaten zu neutralisieren).
Die Kräuter werden entstielt. Das ist bei Thymian etwas mühsam, da die Blättchen doch sehr klein sind; dafür muss man sie aber nicht nochmals mit einem Messer bearbeiten, sondern kann sie nach dem Waschen direkt vom Stiel abzupfen und in den Topf werfen. Die Rosmarinnadeln werden von den holzigen Stielen befreit und mit einem sehr scharfen Messer gehackt. Die Salbei- und Basilikumblätter schneide ich erst in Streifen und dann noch mal quer in kleinere Stückchen.
Man muss es mit der Größe bzw. Winzigkeit der Zutaten auch nicht übertreiben, da der Sugo am Ende mit dem Pürierstab noch in die gewünschte Konsistenz gebracht wird.
Wenn alles im Topf ist, wird dem Sugo bei kleiner Hitze viel Zeit gegeben. Man kann ruhig zwei Stunden abwarten, ehe man die Masse püriert, nochmals abschmeckt und dann sofort in heiß ausgespülte Gläser füllt, die man - ähnlich wie beim Marmeladekochen - auf dem Kopf stehend abkühlen lässt, damit sie sich selbst vakuumieren. Wer mag, kann die Gläser anschließend noch sterilisieren. Die Köstlichkeit sollte kühl gelagert werden. Vor zu langer Lagerung braucht man eher nicht zu warnen - das Zeug ist einfach extrem verlockend und schneller verzehrt, als manchmal geplant.
Variationen ergeben sich, wenn man Zucchini dazugibt oder Paprika oder Chili oder Lauch oder Sellerie oder einfach alles davon... Einfach mal ausprobieren, draufloskochen und genießen!
Montag, 23. Mai 2011
Roswithas Holunderblütensirup
Hmmm, lecker! Dieses Stöffche verzaubert nicht nur schnödes Mineralwasser in leckere Limonade für die Kinder - nein, es verfeinert auch Sekt, Prosecco und sogar edlen Champagner für die Großen zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis. Es soll sogar Leute geben, die den Sirup in Grappa gegossen und das Ergebnis sehr genossen haben.
Nach drei Tagen dann seiht man den gesamten Topfinhalt durch ein feines Sieb (besser noch durch ein Seihtuch - ich hab für solche Kochkünste immer eine Mullwindel parat, die kann man nach Gebrauch auskochen).
Gegebenenfalls kann man die Flaschen noch sterilisieren (muss man aber eigentlich nicht).
Das war's dann auch schon!
- 1,5 Liter Wasser
- 1,5 kg Zucker
- 20 - 30 Holunderblüten (je nach Doldengröße)
- 2 unbehandelte Zitronen
Nach drei Tagen dann seiht man den gesamten Topfinhalt durch ein feines Sieb (besser noch durch ein Seihtuch - ich hab für solche Kochkünste immer eine Mullwindel parat, die kann man nach Gebrauch auskochen).
- 50 gr. Zitronensäure
Gegebenenfalls kann man die Flaschen noch sterilisieren (muss man aber eigentlich nicht).
Das war's dann auch schon!
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